Eine Woche Amsterdam mit allem, was dazu gehört: Wasserwege und Wissenschaft, Geschichte und Gegenwart, Strandluft und Stadtpanorama. Unsere Klassen 12FO2 und 12FO3 haben die niederländische Metropole aus vielen Perspektiven erlebt.
Montag – Anreise, Ankunft und erste Erkundungen
Nach einer entspannten Anreise bezogen wir unsere Unterkunft in Amsterdam. Erste Orientierungsspaziergänge führten uns entlang breiter Grachten, über unzählige Brücken und durch kleine Gassen mit den typischen, schmalen Giebelhäusern. Schnell merkten wir: Amsterdam ist lebendig, weltoffen und zugleich gemütlich.
Dienstag – Grachtenfahrt und NEMO Science Museum
Der Vormittag startete typisch für Amsterdam mit einer Grachtenfahrt. Vom Wasser aus offenbart die Stadt ihre ganze Eleganz. Wir passierten die Prinsengracht, Keizersgracht und Herengracht, erfuhren Spannendes über die Handelsgeschichte des 17. Jahrhunderts und entdeckten „schiefe“ Kaufmannshäuser, versteckte Hofjes und moderne Hausboote. Besonders eindrucksvoll: die filigranen Brückenperspektiven und die Vielfalt der Architektur, vom Goldenen Zeitalter bis zur Gegenwart.

Am Nachmittag ging es ins NEMO Science Museum, das grün glänzende, schiffsartige Gebäude des Architekten Renzo Piano, das über dem Hafen thront. Drinnen: Ausprobieren ausdrücklich erwünscht! Interaktive Stationen zu Energie, Elektrizität, Materialien, Chemie und menschlicher Wahrnehmung machten Wissenschaft greifbar. Highlights waren u. a. die eindrucksvollen Demonstrationen, Exponate zum Thema erneuerbare Energien sowie der Blick von der öffentlich zugänglichen Dachterrasse über die Stadt. Wissenschaft zum Anfassen – so macht Lernen Spaß!

Mittwoch – Cheese Farm, A’DAM Lookout und Anne Frank Haus
Vormittags besuchten wir die Cheese Farm „De Jacobs Hoeve“ by Henri Willig. Zunächst führte eine informative Ausstellung in die Themen Tierhaltung und Landgewinnung ein – Stichwort Polderwirtschaft. Ein anschließender Infofilm vertiefte, wie moderne Haltung, Fütterung und Melktechnik zusammenspielen. Danach ging es in den Stall: Ein Kälbchen durfte gestreichelt werden und wir standen direkt neben einem hochmodernen Melkroboter. Abschließend folgte ein Einblick in die Käseherstellung und eine Verkostung im Hofladen – mit Gelegenheit, Käse und regionale Produkte als Mitbringsel zu kaufen.

Mittags bestiegen einige Schülerinnen und Schüler den A’DAM Lookout Tower. In gut 100 Metern Höhe bot sich ein Rundumblick über Amsterdam-Nord, den Hafen und die Altstadt. Für Mutige gab es „Over the Edge“ – die Schaukel, die auf der Dachterrasse über den Gebäuderand hinausragt.
Am Nachmittag wurde es nachdenklich und tief bewegend: Im Anne Frank Haus tauchten wir in die Geschichte des Hinterhauses ein. Die originalen Räume, historische Dokumente und Auszüge aus dem Tagebuch machten das Leben im Versteck während der NS-Zeit eindringlich nachvollziehbar. Ein stiller, sehr bewegender Programmpunkt, der lange nachwirkte und zum Nachdenken anregte.
Donnerstag – Zandvoort: Strand, Vishandel und Rennstrecke, danach NDSM
Mit dem Bus fuhren wir nach Zandvoort an die Nordsee. Am breiten Strand beobachteten wir den Aufbau der Strandpavillons und stärkten uns bei einem traditionellen Vishandel mit frischem Hering, Kibbeling oder Matjes. Anschließend ging es zur Rennstrecke Circuit Zandvoort. Von der Tribüne aus konnten wir Trainingsrunden einer Trackday-Serie verfolgen und die besondere Atmosphäre zwischen Nordseeluft, Tempo, Motorensound und Tribünenblick genießen.

Am Nachmittag zog es einige in ein ganz anderes Amsterdam: die NDSM-Werft in Amsterdam-Noord. Das ehemalige Werftgelände hat sich zum hippen Kreativquartier verwandelt – mit riesigen Graffiti, Ateliers, Designmärkten, coolen Cafés und einem industriellen Charme, der an jeder Ecke Fotomotive bietet. Der kostenlose Fährtransfer vom Hauptbahnhof macht schon die Anreise zum kleinen Erlebnis.
Freitag – Heimreise
Nach intensiven Tagen zwischen Grachten, Geschichte, Meer und MINT-Momenten traten wir die Rückreise an – im Gepäck: viele Eindrücke und Erinnerungen, neue Perspektiven und vielleicht der ein oder andere Käse im Rucksack.
Fazit
Amsterdam zeigte sich vielseitig: historisch reflektiert, wissenschaftsbegeistert, kreativ und stets vom Wasser geprägt. Dank der guten Lage unseres Hostels in Amsterdam-Noord und der schnellen Fährverbindung waren Stadt und Highlights jederzeit nah.
